LRS und Versetzung:

Neben dem vorbenannten Punkt der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung, gibt es als logische Konsequenz noch weitergehende Regelungen, die Versetzung betreffend:

VV Förderung von Kindern mit Lernschwierigkeiten und Lernstörungen in der Grundschule:
4.2 ... Diese Grundsätze gelten auch für das Erstellen von Zeugnissen.

VV Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben:
4.4 Die Grundsätze nach Nummer 4.3 gelten auch für das Erstellen von Jahres- und Halbjahreszeugnissen. Bei Abgangs- und Abschlußzeugnissen kann auf Antrag der Eltern auf eine Bewertung der Lese- und Rechtschreibleistung in allen betroffenen Unterrichtsgebieten verzichtet werden, wenn eine mehrjährige schulische Förderung unmittelbar vorangegangen ist. Die Abweichung von den allgemeinen Grundsätzen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung ist in den Zeugnissen unter "Bemerkungen" zu vermerken.
4.5 Bei der Versetzung oder beim Übergang in eine andere Schule der Sekundarstufe I ist die Gesamtleistung der Schülerin und des Schülers zu berücksichtigen.

Auch hier ist wiederum zu beachten, daß auf die "festgestellte LRS" abgestellt wird, so daß die Eltern immer größtmögliche Sorge tragen sollten, daß hier im Vorfeld nicht unterschiedliche Auffassungen mit der Schule bestehen, wofür immer spricht, wenn der Schüler nicht zum Förderunterricht zugelassen wird bzw. diesen beenden muß. Meines Erachtens ist dies zwar nicht so eng zu sehen, weil eine fehlende "Feststellung einer LRS" durch die Schule, nicht heißen muß, daß es nicht so ist. Sich hierauf zu verlassen, birgt aber erhebliche Risiken.

Bei der Versetzung sind jedenfalls zwei Gesichtspunkte zu beachten:

  • Zunächst die unter dem Gliederungspunkt "Leistungsbeurteilung" erörterte Frage, ob die Noten richtig erfaßt wurden: Für die Versetzungsentscheidung hat dies insofern primäre Bedeutung, als die erste Möglichkeit einer Versetzung  sich immer anhand der Noten als "Muß-Entscheidung" für die Schule beurteilt und wenn die Deutschnote falsch ermittelt wurde, wäre diese zu korrigieren (vgl. hierzu unter der obigen Kachel Versetzung, den Untergliederungspunkt "Versetzung nach Noten").
  • Erst hiernach wird man darauf zu achten haben, ob im Rahmen der Versetzung trotz einer nach wie vor schlechten Deutschnote, die Versetzung dennoch unter Berücksichtigung der obigen Ausführungen erfolgen kann.

Für weitergehende Fragen hierzu, eine telefonische Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall oder die deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Bitte klicken Sie auf  die nachfolgenden Links, um zu den weiteren Untergliederungspunkten LRS - Legasthenie - Dyskalkulie zu gelangen: